DeutschCesky
Home

öffentliche Gebäude


Die Denkmäler in Asch

Asch war reich an Denkmälern. Viele wurden nach der Vertreibung 1945 niedergerissen. Seit der Grenzöffnung 1989 haben Stiftung und Heimatverband die Wiedererrichtung der zerstörten Denkmäler tatkräftig unterstützt.

 

Gustav-Geipel-Denkmal

Dieses Denkmal zu Ehren von Gustav Geipel, dem großen Gönner und Förderer der Stadt Asch, wurde am 14.7.1924 an der Ringstraße am Hasenlager enthüllt. Es war eine Arbeit von Prof. Johannes Watzal, der später auch das Goethe-Denkmal schuf. Dieses Denkmal steht zwar noch, die Tafel mit dem Relief von Gustav Geipel sowie die Inschrift entfernten die Tschechen jedoch.

Goethebrunnen

Am 28. August 1932, zum 183. Geburtstag von Johann Wolfgang von Goethe, wurde auf dem Ascher Marktplatz zum Gedenken an den großen deutschen Dichter ein Brunnen mit seiner Skulptur enthüllt. Der Schöpfer dieses Denkmals war Prof. Johannes Watzal aus Teplitz-Schönau. Der Vater des Künstlers stammte aus Wernersreuth und seine Mutter war eine geborene Härtel aus Asch. Tschechische Schergen quälten Johannes Watzal im Juni 1945 zu Tode.

Jahndenkmal

Der Turnverein Asch von 1849 enthüllte am 20. Juni 1909, anlässlich seines 60-jährigen Bestehens, ein Denkmal zu Ehren von Turnvater Jahn. Es wurde am Westhang des Hainberges etwas unterhalb des Bismarckturmes aufgestellt. Die Tschechen zerstörten das Denkmal nach dem Zweiten Weltkrieg.

Kaiser Joseph II. Denkmal

Am 15. Juli 1883 enthüllte man auf dem Platz vor der Angerschule das Denkmal von Kaiser Joseph II. von Österreich. Dieses Denkmal wurde in der Nacht vom 18. zum 19. November 1920 von tschechischen Soldaten gestürzt. Dabei gab es drei Tode und ber 20 Verletzte. Die Soldaten schossen in die wehrlosen Demonstranten, die diesen Denkmalsturz verhindern wollten. Für diese sinnlosen Morde wurden die Soldaten nie zur Verantwortung gezogen.

Körnerdenkmal

Das durch die Jungmannschaft Körner erstellte Denkmal des Freiheitsdichters Theodor Körner wurde anlässlich seines 100. Todestages im August 1913 enthüllt. Es stand einige hundert Schritte oberhalb des Jahndenkmals. Ebenso wie dieses zerstörten die Tschechen auch das Körnerdenkmal.

Kriegerdenkmal

Das erste Kriegerdenkmal zu Ehren der gefallenen Soldaten aus dem Ascher Landkreis wurde am 25.6.1893 enthüllt. Zehn dieser Soldaten hatten am 3. Juli 1866, in der Schlacht bei Königsgrätz zwischen Preußen und Österreich, ihr Leben gelassen. Die Kriege gegen Italien forderten 1848 bis 1849 dreizehn und 1859 und 1869 weitere sechs Opfer. Dieses Denkmal befand sich in dem kleinen Park zwischen Egerer Straße und Bahnhofstraße. Heute steht es auf dem Zentralfriedhof. Für die 754 Gefallenen des Ersten Weltkrieges errichtete man am 10.7.1927 hinter dem alten Kriegerdenkmal ein weitaus größeres mit einer Breite von 16 Metern. Auf zehn Tafeln aus schwedischem Seynit standen die Namen der gefallenen Soldaten. Dieses Denkmal zerstörten die Tschechen ebenfalls und stellten dafür eines für die sowjetischen Befreier auf. Weitere Kriegerdenkmäler für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges standen in verschiedenen Orten des Landkreises. Sie werden in deren Chroniken erwähnt.

 

 

Lutherdenkmal

Das einzige Lutherdenkmal der Tschechoslowakei stand in Asch. Es wurde zum 400. Todestag des Reformators Dr. Martin Luther am 11.11.1883 unter sehr großer Beteiligung der Bevölkerung enthüllt. Die Skulptur stammt von der Kunstgießerei Lenz aus Nürnberg. Den Sockel aus Fichtelgebirgsgranit schuf die Steinschleiferei Wölfel aus Selb.

Schillertafel

Der Industrielle Ernst Adler aus Asch stiftete im Mai 1905 eine Tafel zum Gedenken an den großen Dichter Friedrich von Schiller. Sie wurde am Felsen unterhalb des Bismarckturmes angebracht. Einige Jahre später ließ er diese Tafel durch eine größere und schönere ersetzen. Auch diese Tafel vernichteten die Tschechen.

 

Salva-Guardia-Stein

Den Salva-Guardia-Stein, an der Ecke der Klaubertschen Gartenmauer, hatte die katholische Linie der Grafen von Zedtwitz geschaffen. Es ist ein Zeichen eines kaiserlichen Schutzprivilegs, das die Familie von Zedtwitz in einem Lehensbrief verliehen bekam.

Thomas Schott
Copyright: Stiftung Ascher Kulturbesitz

nahoru