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Die Wohltäter von Asch

In Asch waren einige Fabrikanten zu großem Wohlstand gelangt. Sie machten sich den Grundsatz zu eigen, daß Wohlstand verpflichtet. Sie spendeten große Summen für den Aus- und Umbau der Stadt und ließen so die Bevölkerung an ihrem Wohlstand teilhaben.

 

Gustav Geipel

Gustav Geipel wird immer der Wohltäter der Stadt Asch bleiben. Was er für seine Vaterstadt, sprich für seine Heimat getan hat, ist einfach unvergleichlich.
Gustav Geipel wurde am 21.Februar 1853 als Sohn sehr wohlhabender Eltern geboren. Sein Großvater war der Gründer der Firma Christian Geipel & Sohn, bis zur Vertreibung der deutschen Bevölkerung das größte Unternehmen von Asch. Aus diesem Betrieb, zu deren Leitung er selbstverständlich mit gehörte, trat er bereits als 44-jähriger wieder aus. Er wurde wie man früher sagte "Privatier" und blieb trotzdem weiterhin noch sehr aktiv. So war er z.B. Präsident im Verwaltungsrat der 1. Pilsener Aktienbrauerei. Sein großes Vermögen vermehrte sich in der Zeit des beginnenden Industriezeitalters weiterhin sehr. Aus dem Bewusstsein, dass Reichtum auch verpflichtet, handelte er entsprechend.

Nachstehend die wesentlichsten Leistungen gegenüber seiner Vaterstadt kurz aufgelistet:

  • Bau eines Bürgerheimes
  • Anschaffung der größten und schönsten Orgel Westböhmens für die ev. Kirche in Asch mit 3 Manualen und 4.400 Pfeifen.
  • 200.000 Goldkronen für die Errichtung von Bürgersteigen.
  • Die Pflasterung sämtlicher Straßen und Plätze der Stadt.
  • Übereignung der Anlagen am großen und kleinen Kegel an die Stadt.
  • Überlassung des landwirtschaftlichen Gutes "Lindenhof" im Westen der Stadt mit all seinen Äckern und Wiesen.
  • Den Baugrund für das Gymnasium samt anschließendem Sportplatz und den dahinterliegenden Schrebergärten. Dazu 10.000 Goldkronen für den Gymnasium-Bau-Fond.
  • 6 Millionen Goldkronen für den Stadtsäckel.

Dazu kamen viele kleinere Unternehmungen, die er finanziell unterstützte, wie die Förderung armer Schulkinder oder bedürftiger Weber, den Kampf gegen die Tuberkulose oder die Beschaffung von Impfstoffen und die Anschaffung eines Röntgenapparates für das Krankenhaus. Als Obmann der städtischen Straßenkommission förderte er ganz wesentlich die Kanalisation der gesamten Stadt und unterstützte das Vorhaben mit eigenen Mitteln. Selbst über seinen Tod hinaus, er starb am 13. Juli 1914, sorgte er noch testamentarisch für verschiedene Einrichtungen. Dazu hinterlegte er beträchtliche Summen wie z.B. 200.000 Goldkronen für den Bau einer Lungenheilstätte und noch einmal den gleichen Betrag zum Bau von Heimen für alte und kranke Weber. Schließlich vermachte er der Stadt das bereits oben erwähnte Barvermögen von 6 Millionen Goldkronen. Eine ungeheure Summe, wenn man sie in heutige Währung umrechnen würde. Diesen Betrag stellte die Stadt Asch leider im ersten Weltkrieg dem österreichischen Staat als Kriegsanleihe zur Verfügung. Wie sich bald herausstellte auf Nimmerwiedersehen.
Zum Dank für all diese Leistungen und zur Erinnerung, ließ die Stadt Asch ihrem großen Sohn und Gönner am großen Kegel ein Denkmal errichten. Es wurde am 12. Juli 1924 enthüllt und war ein Entwurf von Prof. Watzal, der später auch den Goethebrunnen auf dem Marktplatz schuf.

 

Albert Kirchhoff

Hier fehlt noch der Text.

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