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Wie überall, so gab es auch
in Asch stadtbekannte Orginale. Über sie erzälte man sich diverse Anekdoten.
In Asch hat es wohl keinen zweiten Menschen gegeben, der so
bekannt war wie der Wast´l Fritz (Fritz Wagner). Klein und dick und für
jeden Blödsinn zu haben, wenn er nur ein paar Gläser Bier spendiert
bekam. Hatte er dann etwas zuviel geschluckt, nahm er es mit der Pünktlichkeit
in seinem Dienst nicht so genau. In Wirklichkeit war er ein armer Teufel. Als
Straßenkehrer arbeitete er bei der Ascher Gemeinde. Die Mädchen verspotteten
ihn oft, wenn sie ihn aufforderten: Wast´l gimma an Schmatza! (Wast´l
gib mir einen Kuss!) Dann antwortete er stets: Dös täit deina alt´n
Gusch´n sua passn. (Das würde deinem alten Mundwerk so passen).
Den Sümmerer`s Karl hat in Asch bestimmt jeder gekannt. Von Figur war er etwas untersetzt, mit einem ungepflegten Schnauzbart und zwei lustig in die Welt schauenden Augen. Barfuss und mit Hut fuhr er mit einem alten Kinderwagen umher und sammelte Altmaterial. Wer ihn für dumm hielt, hatte sich getäuscht. Im Gegenteil, er war sehr schlagfertig. Natürlich dichtete man ihm allerhand an. So soll er bei der Beerdigung seiner Frau am Grab gesagt haben: Der Herr hat sie mir gegeben, der Herr hat sie mir genommen, eins, zwei, drei haut se ei (werft sie hinein ins Grab). Heimgekommen von der Beerdigung hat er sein einziges Zimmer, das er bewohnte, schwarz getüncht. Er hatte ja Trauer.
Bei seiner Vertreibung haben ihm tschechische Soldaten in den Waggon
geholfen. Karl hat sich umgedreht und gesagt: "Hats när schäin
Dank Manna, wäns ihr amal ausgwiesen wärds, hülfe enk a."
(Habt nur schönen Dank ihr Männer, wenn ihr einmal ausgewiesen
werdet, helfe ich euch auch).
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