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Eine kleine Anzahl Ascher Firmen
Handschuhfabrik, gegründet zwischen 1906 und 1911. Leider verfügen wir zu diesem Thema über kein weiteres Textmaterial.
1866: Im November gründet Wilhelm Bernhard Hering
die nach ihm benannte Firma in Heimersdorf bei Chemnitz in Sachsen.
Die Firma Christian Ludwig, Strumpf- und Wirkwarenfabrik
in Asch, wurde im Jahre 1912 durch Christian Ludwig gegründet. In
den Jahren 1915 bzw. 1919 traten die beiden Schwiegersöhne Heinrich
Müller und Dr. Emil Jauernig in die Firma ein.
Parallel zu dem ständigen Aufstieg von Weberei und Wirkerei im 19. Jahrhundert vollzog sich auch die Entwicklung der Färberei und Appretur. Unter Appretur versteht man Verschönerung und Veredelung von Gewebe zur Erzielung von Glätte und Steife durch Bleichen, Pressen, Mangeln oder durch Zusatz von Stärke und Klebstoff. Schon 1690 werden Namen wie Rauschenbeck, Rauh, Nikkol Unger und Pitterling erwähnt. Die genannten Färber betrieben die Schwarz- und Blaufärberei mit Hilfe des Indigo - das ist ein Pflanzenfarbstoff, der schon in Ägypten nachweisbar ist. Erst ab 1760 bürgerte sich die Kunst- und Buntfärberei in Asch ein. Gegen den Markt hin richtete der Kunst- und Schönfärber Johann Erhard Jäger (1764 - 1844) eine Buntfärberei ein. Seine Nachkommen arbeiteten an dem Werk weiter, bis 1862 Christoph Friedrich Jäger einen Bauplatz in der Zedtwitzschen Peintwiese erwarb. Dort legte er eine Baumwoll-Färberei in größerem Stile an, die er 1868 durch eine Schafwoll-Strangfärberei erweiterte. Sein Sohn Wilhelm Jäger (1863-1909) erweiterte die Färberei 1892 durch eine Appreturanstalt für Kleiderstoffe, Flanelle, Tücher; 1894 durch eine Kopsfärberei und endlich durch eine Ausrüsterei für Gardinen. Robert Jaeger und Richard Jaeger leiteten das Unternehmen bis zum Ende. 1914 bildeten die Firmen Jaeger, Kirchhoff, Marack und Adler zunächst eine GmbH, später am 1.1.1922 umgewandelt in eine Aktiengesellschaft. 1938 betrug das Aktienkapital 22 Millionen Tschechenkronen. Die "Vereinigten Ascher Färbereien" entstanden durch Anregung von Ernst Adler (1862-1938), deren Präsident er bis 1937 war - eine bedeutende Unternehmerpersönlichkeit. Bei dieser Transaktion handelte es sich um einen Zusammenschluss gleichgearteter Betriebe, durch den eine kostensparende Rationalisierung und sinnvolle Aufteilung der Veredlungsaufgaben erreicht wurde. Größere Webereien und Wirkereien in Asch und Roßbach gliederten sich beizeiten eigene Färbereien an: Chr. Geipel und Sohn in Grün, Adler und Nickerl in Neuberg, I. C. Klaubert und Söhne in Asch, Kirchhoffs Nachfolger Asch-Forst, Chr. Fischers Söhne in Asch, Christian Penzel in Asch, Gebrüder Uebel in Roßbach, Josef Frank ebenfalls in Roßbach.
Die Ursprünge der Firmengeschichte liegen bei Asch im Sudetenland. Dort betrieben die Familien Adler und Nickerl mindestens seit 1868, mithin über mehrere Generationen hinweg, die Herstellung von Stoffen. Im Unternehmen Adler und Nickerl hatte man sich auf die Herstellung von Damenoberbekleidung spezialisiert. Der Betrieb erreichte in der Blütezeit stattliche Dimensionen und beschäftigte bis zu 450 Arbeitnehmer. Schon Mitte der Sechzigerjahre des 19. Jahrhunderts hatte man ca. 700 Handwebstühle in Betrieb. In der Prechtelmühle in Niederreuth befanden sich Schermaschinen, Pressen und eine Stoffdruckerei. Das Fabrikgebäude am Ottenbach bei Neuberg wurde 1889/90 errichtet. Es bestand aus Weberei, Färberei und Appretur. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges brachte es mit sich, dass die Herstellung von Stoffen und Tuchen für die Uniformen der Wehrmacht mehr und mehr ins Zentrum der Produktion rückte. In der Zeit nach dem Zusammenbruch von 1945 wurde der deutsche Betrieb schließlich enteignet und somit tschechisch. Die Inhaber wurden zusammen mit anderen qualifizierten Mitarbeitern im Angestelltenverhältnis weiterbeschäftigt, um mit ihrem Fachwissen die Weiterführung der Produktion zu gewährleisten. Nachdem die Zeiten für die deutschstämmige Bevölkerung im Sudetenland immer schwieriger wurden, die Ausweisungen nach Deutschland einsetzten, wuchs auch bei der Familie Nickerl die Überzeugung, dass ein weiteres Bleiben in Asch unmöglich war. |
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