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Die
Vertreibung der deutschen Bevölkerung Auf der Grundlage des Münchner Abkommens zwischen England, Frankreich, Italien und Deutschland erfolgte 1938, gegen den Willen der damaligen Tschechoslowakei, der Anschluß des Sudetenlandes an das deutsche Reich. Schon ein Jahr später, 1939, wird das vermeintlich befreite Sudetenland als Sudetengau in den 2. Weltkrieg einbezogen. Obwohl das Land von den Ereignissen des Krieges weitgehend verschont blieb, waren am Ende unzählige Söhne, Väter und Brüder auf den Schlachtfeldern geblieben. Bereits 1945 war also die Episode "Großdeutschland" beendet. Nach kurzer Besetzung durch die amerikanische Armee erfolgte im Frühsommer 1945 die zwangsweise Wiedereingliederung des Gebietes in die Tschechoslowakei. Durch die Beneschdekrete erfolgte eine totale Entrechtung und Enteignung von Grund und Boden, Hab und Gut, unabhängig von Stand, Rang, politischer Einstellung oder Abstammung. Die völkerrechtswidrigen Beneschdekrete sind auch heute noch in Kraft ! 1946 begann dann eine nie für möglich gehaltene, sogenannte Ausweisung der deutschen Bevölkerung aus dem Gebiet der Tschechoslowakei. Nach tschechischem Sprachgebrauch erfolgte "Odsun" - eine Evakuierung - in Wahrheit jedoch eine ethnische Säuberung. Über 3 Millionen Menschen waren im Sudetenland davon betroffen. Begleitet von erneut unzähligen Opfern begann der Weg aus der seit Jahrhunderten angestammten Heimat in eine ungewisse Zukunft. In Asch wurden die Menschen des jeweiligen Ausweisungs-Transportes in der Textilfabrik Askonas an der Ringstrasse interniert. Anfangs durfte jeder die Kleider die er am Leibe trug und 30 kg, später 50 kg Gepäck (Antifaschisten 150 kg) als einzig verbliebenes Hab und Gut mitnehmen. Alle mußten einen Transportzettel in tschechischer, deutscher und englischer Sprache bei sich führen. Die Ausweisung erfolgte in Viehzügen. Ein Transportzug bestand aus ca. 40 Viehwaggons, besetzt mit je 30 Personen und Gepäck in drangvoller Enge. 27 "Evakuierungszüge" mit zusammen ca. 30.327 ausgewiesenen Personen verließen den Bayerischen Bahnhof, für immer ihrer Heimat beraubt.
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