die Ascher heute
Ascher Mundart
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Die Ascher Gemeinde

Eine Volkstümliche Ballade aus dem Ascher Land von Richard Stöfer, Asch, Egererstraße 31.

 


Mundart

Hochdeutsch

"De Alt Ascha Gmoi"

Vaschwund'n is scha lang döi Zeit, denkt koina mäia droa,
wöi unna Stadt, de Ascha Gmoi, nu dreckat war u kloa.
A Pflasta und a Trottoar haut damals näimats kennt,
in Stroußngraaman links und rechts is s'Wassa oiche grennt.

Klaoina Heisla warn oft ganz vabaut,
oftmals haout as Dooch kaum assagschaut,
untern Fensta is de Miststöll gleg'n,
a groußa Hulzstouß war a glei dane'm.
Is ma langsam ganga Schritt für Schritt,
hams a Wassaschafferl assegschütt,
moußt ma gwarte sa sie schiins oin oi,
ja sua warn einst in da Ascha Gmoi.

Waou is döi Zeit, waou in dean Asch nu koai Fabrikn warn,
waou nu da Äschbooch gloffn is sua offn, hell und klar,
waoun Balkn woarn zan driwasteign, sua wöi in Niederrath
und waou de Weiwa in dean Booch de Wesch hann assagflaat.

Und waou öitz de Jugend promeniert,
sän de Gäns ins Wassa eischpaziert,
waou de Autos rattern wöi de Narrn
sän se einst mitn Schukarrn immagfahrn.
Han de Wewa glitscht sän'd Schitzn gfluagn,
han de Köi na Mistwogn aßezuagn,
durch de Huhlwech, döi warn vulla Schtoi,
sua war dös einst in unnara Ascha Gmoi.

Und immer wenn a Sunnte war daou war in Asch koa Naout.
Ban Stoadegirl han se tanzt, daß alles gwackelt haout.
Wöi nu da blaouwa Maoute war, war dös a lustes Leb'm,
ban Krummaaledn wenn gschlacht worn is, haouts graoußa Blunzn geh'm.

Ja wos war damals für a schäina Zeit,
annara Sittn warn und annara Leit,
blaouwa Schürzn hann de Weiwa trog'n,
und de Manna a Holstouch schtattaran Krogn.
Ach döi Zeitn sän scha längst vabei,
schtattara Villa stand a alta Schei,
waoun de Bauern droschn hann ihr Troi,
ja sua wars einst in unnara Ascha Gmoi.

Die alte Ascher Gemeinde

Verschwunden ist schon lange die Zeit, denkt keiner mehr daran,
wie unsere Stadt, die Ascher Gemeinde, noch dreckig war und klein.
Ein Pflaster und ein Trottoir hat damals niemand gekannt,
in den Straßengräben links und rechts ist das Wasser heruntergelaufen.

Kleine Häuser waren oft verbaut, oftmals hat das Dach kaum herausgeschaut,
unter dem Fenster ist die Miststelle gelegen, ein großer Holzstoß war auch gleich daneben.
Ist man langsam gegangen Schritt für Schritt, haben sie das "Wasserschafferl" hinausgeschüttet, mußte man achtsam sein sie schütten es auf einen, ja so war es einst in der Ascher Gemeinde.

Wo ist die Zeit, wo in dem Asch noch keine Fabriken waren,
wo noch der Eschbach gelaufen ist so offen hell und klar,
wo Balken waren zum drübersteigen, so wie in Niederreuth
und wo die Weiber in dem Bach die Wäsche ausgespült haben.

Und wo heute die Jugend promeniert,
sind die Gänse ins Wasser reinspaziert,
wo die Autos rattern wie die Narren sind sie einst mit der Schubkarre rumgefahren.
Haben die Weber "glitscht" sind die Schützen geflogen, aben die Kühe den Mistwagen rausgezogen, durch die Hohlwege, die waren voller Steine, so war es einst in der Ascher Gemeinde.

Und immer wenn ein Sonntag war da war in Asch keine Not.
Beim "Stoadegirl" haben sie getanzt, daß alles gewackelt hat.
Als noch der blaue Montag war, war das ein lustiges Leben,
beim "Krummaledn" wenn geschlachtet worden ist, hat es große Blunzen gegeben.

Ja was war es damals für eine schöne Zeit,
ander Sitten waren und andere Leute,
blaue Schürzen haben die Weiber getragen, und die Männer ein Halstuch statt eines Kragen.
Ach diese Zeiten sind schon längst vorbei,
statt einer Villa stand eine alte Scheune,
wo die Bauern gedroschen haben ihr Stroh,
ja so war es einst in der Ascher Gemeinde.

 
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